Warum

silentium religiosum

schwer ist der schritt
über die schwelle des schweigens

dem steinschlag der worte entrinnen
dem nebelfeld der gefühle entsteigen
bis auf lärmenthobenem gipfel
der blick sich nach innen weitet

und leiser
als der angehaltene atem
hörst du die stille
wie einen unendlichen nachklang
einer vor allen zeiten
angeschlagenen glocke

hellstes hinhören
auf das unaussprechliche
ganz der gegenwart
gewärtig

Andreas Knapp (Leipzig)